Masterplan Report 2020
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Masterplan Report

2020

Die Swisspower-Stadtwerke haben im Masterplan 2050 ihre Ziele für die Energiewende definiert. Das war 2012. Mit dem Masterplan Report zeigen wir auf, wo wir heute stehen und wie wir uns konkret für eine vollständig erneuerbare Energieversorgung ohne CO2‑Emissionen engagieren. 

Unsere Vision

Die Swisspower-Stadtwerke versorgen ihre Kundinnen und Kunden bis 2050 mit CO2-neutraler und erneuerbarer Energie. 

2020 1990 2050 100% Erneuerba r e Ene r gien 0% CO -Emissionen mehr e r fah r en mehr e r fah r en

Erneuerbare Energien

Zwischen 2016 und 2018 konnten die Swisspower-Stadtwerke den Anteil erneuerbarer Energien bei Strom, Gas und Fernwärme insgesamt deutlich steigern: von 27 auf 37 Prozent. Einen grossen Teil dieser erneuerbaren Energie gewinnen sie aus Wasserkraft. 

16.6% 4.2% 3.2% Abfall Biogas Holz 3% Ander e 73% W asser Zusammensetzung erneuerbar e Ene r gie (2018) 2016 2018 27% 37%
  • 1.8% Sonne
  • 0.8% Wind
  • 0.4% Umweltwärme

CO2-Emissionen

Die Swisspower-Stadtwerke beliefern ihre Kundinnen und Kunden mit Strom, Gas und Fernwärme. Von 2016 bis 2018 konnten sie den CO2-Ausstoss ihrer Energielieferung von 165 g/kWh auf 158 g/kWh reduzieren.

158g 165g 2016 2018 CO 2 /kWh CO 2 /kWh
158g 165g 2016 2018 CO 2 /kWh CO 2 /kWh

Unser Engagement ganz konkret

Klicken Sie auf eines unserer vier Handlungsfelder und erfahren Sie, was die 21 Swisspower-Stadtwerke für die Energiewende unternehmen. 

Europäische Vernetzung

Die Integration der Schweiz in den europäischen Strommarkt und eine leistungsfähige, grenzüberschreitende Netzinfrastruktur sind zentral für die Versorgungssicherheit und garantieren den Marktzugang für Schweizer Energieversorger.

Erneuerbare Energie

Damit sich die Schweiz langfristig ausschliesslich mit erneuerbarer Energie versorgen kann, müssen wir die Produktionskapazitäten erheblich ausbauen. Das gilt nicht nur für die Stromproduktion, sondern auch für Wärmeversorgung und Mobilität.

Energieeffizienz

Eine vollständig erneuerbare Energieversorgung lässt sich nur erreichen, wenn wir die Energie auch effizienter einsetzen und nutzen als heute. Wir arbeiten darauf hin, die Effizienz des gesamten Energiesystems zu steigern.

Netze und Speicher

Die erneuerbare Energieproduktion ist volatiler und dezentraler als herkömmliche Produktionsformen. Um eine sichere Versorgung zu gewährleisten, investieren wir in intelligente Netze und unterschiedliche Speicherlösungen.

Energie Thun AG

Intelligente Ladelösung für Thuner Mehrfamilienhäuser

Technische Betriebe Kreuzlingen

Erneuerbare Energie beziehen und vom «Chrüzlinger Miet-E-Bike» profitieren

Technische Betriebe Weinfelden AG

Intelligente Strassenbeleuchtung für Weinfelden

SWG

Sickerwasser aus Grenchner Eisenbahntunnel heizt Wohnungen

Stadtwerke Wetzikon

30 Prozent Biogas im Wetziker Standardmix

UTO

Sion heizt künftig mit Abwärme

Limeco

CO2-neutrale Wärme für das boomende Limmattal

IWB

Basler Pflanzenkohle speichert CO2 und wärmt Haushalte

IBC

Erneuerbarer Strom und Wärme für 1000 Churerinnen und Churer

SWL Energie AG

Lenzburger Biogas aus dem Abwasser

SH Power

Energieeffiziente LED-Lampen für die Schaffhauser Altstadt

Regio Energie Solothurn

Preisgekrönte Power-to-Gas-Anlage in Solothurn

Thurplus

Fernwärmering versorgt Frauenfeld mit ökologischer Wärme

Energie Wasser Bern

Wärme für den Winter im Berner Untergrund speichern 

Energie Service Biel

Heizen und Kühlen mit dem Bielersee

Eniwa

Aargauer Zukunftsareal mit Vorbildfunktion

Services industriels de Lausanne

Zinslose Energieeffizienz-Darlehen für Lausanner Betriebe

SIG

Heizen und Kühlen mit Wasser aus dem Genfersee

Regionalwerke Baden

Schnellladeinfrastruktur für Badens neue Elektrobusse

Stadtwerk Winterthur

Erneuerbare Wärme und Kälte für neuen Stadtteil

StWZ Energie AG

Plan Lumière setzt Zofingen effizient in Szene

Erneuerbare Energie

Damit sich die Schweiz langfristig ausschliesslich mit erneuerbarer Energie versorgen kann, müssen wir die Produktionskapazitäten erheblich ausbauen. Das gilt nicht nur für die Stromproduktion, sondern auch für Wärmeversorgung und Mobilität.

Energieeffizienz

Eine vollständig erneuerbare Energieversorgung lässt sich nur erreichen, wenn wir die Energie auch effizienter einsetzen und nutzen als heute. Wir arbeiten darauf hin, die Effizienz des gesamten Energiesystems zu steigern.

Netze und Speicher

Die erneuerbare Energieproduktion ist volatiler und dezentraler als herkömmliche Produktionsformen. Um eine sichere Versorgung zu gewährleisten, investieren wir in intelligente Netze und unterschiedliche Speicherlösungen.

Europäische Vernetzung

Die Integration der Schweiz in den europäischen Strommarkt und eine leistungsfähige, grenzüberschreitende Netzinfrastruktur sind zentral für die Versorgungssicherheit und garantieren den Marktzugang für Schweizer Energieversorger.

  • Intelligente Ladelösung für Thuner Mehrfamilienhäuser

    Energie Thun AG

    Intelligente Ladelösung für Thuner Mehrfamilienhäuser

    Elektroautos sind im Aufwind und damit wächst die Nachfrage nach Ladestationen. Mit eCarUp@home bietet die Energie Thun AG eine einfache und intelligente Ladelösung für Mehrfamilienhäuser. Das System ist modular: Ist die Basisinstallation einmal vorhanden, können zusätzliche Ladestationen einfach ergänzt werden, wenn sich weitere Mieter ein Elektroauto kaufen. Die an der Ladestation bezogene Energie wird dem Mieter individuell auf der Stromrechnung ausgewiesen und verrechnet. Aus der Steckdose fliesst 100% erneuerbarer Strom aus den Thuner AAREwerken. Das integrierte Lastmanagement vermeidet zudem Lastspitzen, die entstehen könnten, wenn viele Mieter ihr Fahrzeug gleichzeitig laden wollen. Teure Verstärkungen des Hausanschlusses können damit in vielen Fällen vermieden werden.

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  • Erneuerbare Energie beziehen und vom «Chrüzlinger Miet-E-Bike» profitieren

    Technische Betriebe Kreuzlingen

    Erneuerbare Energie beziehen und vom «Chrüzlinger Miet-E-Bike» profitieren

    Die Anschaffungskosten für ein E-Bike können relativ hoch sein. Für jene, die noch unentschieden sind oder für die der Kauf eines E-Bikes nicht in Frage kommt, ist mieten eine gute Variante. Die Technischen Betriebe Kreuzlingen unterstützen ihre Kundinnen und Kunden, die erneuerbare Energie beziehen, mit einem Miet-E-Bike noch CO2-sparender unterwegs zu sein. Exklusiv für sie gibt es das «Chrüzlinger Miet-E-Bike» zu einem reduzierten Mietpreis über 6 oder 12 Monate. Nach der Mietdauer kann der Kunde sich für einen Kauf entscheiden. 90 Prozent des Mietpreises werden an den Kaufpreis angerechnet. Die E-Bikes stammen von der Tour de Suisse Rad AG aus Kreuzlingen.

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  • Intelligente Strassenbeleuchtung für Weinfelden

    Technische Betriebe Weinfelden AG

    Intelligente Strassenbeleuchtung für Weinfelden

    Eine effiziente Strassenbeleuchtung kann den Energieverbrauch um bis zu drei Viertel senken. Deshalb ersetzen die Technische Betriebe Weinfelden AG (TBW) sukzessive alle herkömmlichen Leuchtmittel im öffentlichen Raum durch LED-Leuchten. Diese lassen sich aus der Ferne steuern und überwachen. An einer wenig befahrenen Strasse testen die TBW zudem Kandelaber mit Bewegungssensoren, welche die Helligkeit und Dauer der Beleuchtung aktivieren und intelligent steuern. Bei Langsamverkehr werden in Fahrtrichtung weniger Leuchten aktiviert, die aber länger aktiv bleiben. Bei Schnellverkehr hingegen werden mehr Leuchten aktiviert, damit der Verkehrsteilnehmer dem Tempo entsprechend eine bessere Sicht nach vorne hat.

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  • Sickerwasser aus Grenchner Eisenbahntunnel heizt Wohnungen

    SWG

    Sickerwasser aus Grenchner Eisenbahntunnel heizt Wohnungen

    Im Zentrum von Grenchen entsteht eine Überbauung mit 6 Wohnbauten. Ihre Heizung ist der benachbarte Eisenbahntunnel: Aus dem 10 bis 14 Grad kühlen Sickerwasser des Tunnels wird die SWG mittels Wasser-Wärmepumpe Raumwärme und Warmwasser für die 132 Wohnungen erzeugen. Auch der Strom wird dank Fotovoltaikanlagen auf den Dächern teilweise vor Ort produziert und verbraucht. SWG liefert den Mieterinnen und Mietern Strom, Wärme und Wasser aus einer Hand und verrechnet sie ihnen mit Hilfe intelligenter Multienergie-Zähler, die den Verbrauch pro Wohnung messen. Die Liegenschaftsverwaltung wird von der Heizkostenabrechnung befreit. Mit diesem Projekt setzt SWG auf lokale erneuerbare Energiequellen und geht neue Wege in der Zusammenarbeit zwischen Energieversorger und Immobilienverwaltung.

  • 30 Prozent Biogas im Wetziker Standardmix

    Stadtwerke Wetzikon

    30 Prozent Biogas im Wetziker Standardmix

    Seit Anfang 2020 liefern die Stadtwerke Wetzikon in ihrem Gas-Standardprodukt einen Biogas-Anteil von 30 Prozent – als erster Energieversorger der Schweiz. Wer sich als Wetziker Gaskunde nicht aktiv für ein anderes Produkt entscheidet, deckt neu fast ein Drittel seines Gaskonsums mit klimafreundlichem Biogas. Dieses entsteht ausschliesslich durch die Vergärung von Abfall- und Reststoffen wie Grüngut oder Klärschlamm, unter anderem in der eigenen Wetziker Biogasanlage. Der höhere Biogas-Anteil reduziert den CO2-Ausstoss des Wetziker Gasverbrauchs um beinahe 7’000 Tonnen pro Jahr – so viel, wie ausgestossen würde, wenn 2’000 Wetzikerinnen und Wetziker von Zürich nach Sydney und wieder zurück fliegen würden.

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  • Sion heizt künftig mit Abwärme

    UTO

    Sion heizt künftig mit Abwärme

    Das Fernwärmeprojekt Sion wurde initiiert von Sogaval und UTO, der Kehrichtverwertungsanlage des Mittelwallis (Usine de Traitement des Ordures du Valais central). UTO verwertet jährlich rund 70’000 Tonnen Abfall und gewinnt daraus Strom. Dabei entsteht Abwärme. Mit dem Fernwärmenetz sollen rund 10’000 Haushalte in Sion diese als umweltfreundliche Heizenergie nutzen können. Bis Ende 2020 errichtet UTO ein Heizkraftwerk auf ihrem Firmengelände. 2025 soll die erste Etappe des Fernwärmeprojekts – mit 40 GWh – abgeschlossen sein. Nach Abschluss des Gesamtprojekts wird das Fernwärmenetz 30 Kilometer lang sein und über 100 GWh Energie liefern. So können die Einwohnerinnen und Einwohner von Sion künftig pro Jahr rund 10 Millionen Liter Heizöl einsparen und 25'000 Tonnen CO2 vermeiden.

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  • CO<sub>2</sub>-neutrale Wärme für das boomende Limmattal

    Limeco

    CO2-neutrale Wärme für das boomende Limmattal

    Das Limmattal gehört zu den wichtigsten Entwicklungsgebieten der Schweiz. Bevölkerung und Wirtschaft wachsen und damit nimmt auch der Wärmebedarf zu. Einen grossen Teil kann die Abwärme aus der Kehrichtverwertungsanlage in Dietikon decken – zu mindestens 90% CO2-neutral. In unterirdischen Rohrleitungen zirkuliert 90 bis 110 Grad heisses Wasser, das die angeschlossenen Liegenschaften versorgt. Diese Regiowärme ersetzt fossile Brennstoffe wie Gas oder Öl und eignet sich zum Heizen, fürs Warmwasser sowie zum Kühlen. In den kommenden Jahren baut Limeco das Versorgungsnetz massiv aus. In Etappen werden neun Limmattaler Gemeinden angeschlossen. Im Jahr 2040 wird so der CO2-Ausstoss jährlich um über 67’000 Tonnen reduziert, weil viele kleine fossile Verbrennungsheizungen überflüssig werden.

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  • Basler Pflanzenkohle speichert CO<sub>2</sub> und wärmt Haushalte

    IWB

    Basler Pflanzenkohle speichert CO2 und wärmt Haushalte

    Als erstes europäisches Energieversorgungsunternehmen baut IWB eine Pflanzenkohleanlage, die klimapositive Wärme produziert. Bisher energetisch wenig genutzte holzige Biomasse wird darin unter Luftabschluss verkohlt. Bei diesem Pyrolyseverfahren entsteht Überschusswärme, die ins Fernwärmenetz eingespeist wird. Die Pflanzenkohle wird in Gärtnereien und in der Landwirtschaft eingesetzt, trägt zur Fruchtbarkeit des Bodens und so zum Pflanzenwachstum bei. Dabei bleibt CO2, das die Pflanzen zuvor aus der Luft aufgenommen haben, als Kohle langfristig im Boden gespeichert. Das Treibhausgas wird der Atmosphäre aktiv entzogen. Ab 2021 soll die Anlage jährlich rund 550 Tonnen Pflanzenkohle und 1.5 Gigawattstunden klimapositive Wärme produzieren. Damit kann IWB rund 170 Haushalte versorgen.

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  • Erneuerbarer Strom und Wärme für 1000 Churerinnen und Churer

    IBC

    Erneuerbarer Strom und Wärme für 1000 Churerinnen und Churer

    Im Westen von Chur entstehen auf dem Areal Kleinbruggen in den nächsten Jahren in drei Bauetappen rund 600 Wohnungen und rund 400 Arbeitsplätze. IBC Energie Wasser Chur wird die Liegenschaften in diesem 2000-Watt-Areal über das Anergienetz Chur West mit erneuerbarer Wärme und Kälte für Raumwärme, Brauchwarmwasser und Klimakühlung (Freecooling) versorgen. Dazu betreibt sie auf dem Areal drei Energiezentralen. Fotovoltaikanlagen auf den Dächern der Liegenschaften werden vor Ort erneuerbaren Strom für Gewerbe, Haushalte und Ladestationen für Elektrofahrzeuge produzieren. Zudem übernimmt IBC die gesamte Abrechnung von Strom, Wärme und Wasser innerhalb dieses grossen Zusammenschlusses zum Eigenverbrauch (ZEV).

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  • Lenzburger Biogas aus dem Abwasser

    SWL Energie AG

    Lenzburger Biogas aus dem Abwasser

    Auf dem Areal der Abwasserreinigungsanlage (ARA) Langmatt produziert die SWL Energie AG seit 2018 Biogas. Beim Vergären des Klärschlamms entsteht Klärgas, das in der Biogas-Aufbereitungsanlage gereinigt und gefiltert wird, bis es die gleiche Qualität aufweist wie Biogas. Biogas ist nahezu CO2-neutral, denn beim Verbrennen wird gleich viel CO2 freigesetzt, wie pflanzliche Nahrungsmittel zuvor aus der Luft aufgenommen haben. Jährlich speist die SWL Energie AG rund 3’600 Megawattstunden (MWh) Biogas aus der ARA in ihr Gasnetz ein. Sie reduziert so den CO2-Ausstoss um rund 700 Tonnen pro Jahr und deckt einen gewichtigen Anteil der Biogasnachfrage mit selbst produziertem Biogas aus der Region.

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  • Energieeffiziente LED-Lampen für die Schaffhauser Altstadt

    SH Power

    Energieeffiziente LED-Lampen für die Schaffhauser Altstadt

    Bis Ende 2017 bestand die öffentliche Beleuchtung der Schaffhauser Altstadt fast ausschliesslich aus Natriumdampflampen. Zusammen mit der Stadtplanung sowie einem externen Lichtplaner realisierte SH POWER ein Konzept für eine neue Altstadtbeleuchtung, bestehend aus energieeffizienten LED-Leuchtmitteln. Seit Anfang 2018 baut SH POWER die Altstadtbeleuchtung etappenweise von Natriumdampflampen zu LED-Lampen um. Durch den Einsatz einer LED-Lampe anstelle einer Natriumdampflampe lässt sich rund 60 Prozent der Energie einsparen. 2019 hat SH Power gesamthaft 284 Leuchtpunkte umgerüstet. Bis Ende 2022 soll die Schaffhauser Altstadt flächendeckend von LED-Lampen beleuchtet werden.

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  • Preisgekrönte Power-to-Gas-Anlage in Solothurn

    Regio Energie Solothurn

    Preisgekrönte Power-to-Gas-Anlage in Solothurn

    Seit 2015 betreibt die Regio Energie Solothurn das Hybridwerk Aarmatt, ein Praxislabor, mit dem die Verknüpfung der Strom-, Gas- und Wärmenetze gelingt. Ein Elektrolyseur stellt aus Wasser und überschüssigem Solarstrom Wasserstoff her, der in einer begrenzten Menge ins Gasnetz eingespeist werden kann. Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts «STORE&GO» hat Regio Energie Solothurn das Hybridwerk um eine Methanisierungsanlage ergänzt. In einem innovativen Verfahren wandeln Urbakterien Wasserstoff aus dem Hybridwerk und Kohlendioxid aus der nahegelegenen Kläranlage zu erneuerbarem Methan um. Dieses kann uneingeschränkt ins Erdgasnetz eingespeist werden.

    Das Anfang 2020 abgeschlossene Power-to-Gas-Forschungsprojekt ist mit dem Schweizer Energiepreis «Watt d’Or» ausgezeichnet worden.

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  • Fernwärmering versorgt Frauenfeld mit ökologischer Wärme

    Thurplus

    Fernwärmering versorgt Frauenfeld mit ökologischer Wärme

    Mitte 2020 ist der letzte Abschnitt des Fernwärmerings Frauenfeld fertiggestellt worden. Über die vier Kilometer lange Leitung kann Thurplus zwölf Gebäude in der Stadt mit ökologischer Wärme versorgen. Sie wird aus der Frauenfelder Abwasserreinigungsanlage gewonnen: Dem durchschnittlich 10 Grad warmen, gereinigten Abwasser wird Wärme entzogen und über ein unterirdisches Rohrleitungssystem zu den einzelnen Liegenschaften geführt. Dort heben elektrische Wärmepumpen die Temperatur auf das Niveau der gewünschten Nutzwärme an.

    Dank dem Fernwärmering können Gebäudeeigentümer in Frauenfeld ihre fossile Heizung durch Fernwärme ersetzen und so insgesamt rund 1'250 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen.

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  • Wärme für den Winter im Berner Untergrund speichern 

    Energie Wasser Bern

    Wärme für den Winter im Berner Untergrund speichern 

    Mit der Abwärme aus der Kehrichtverwertungsanlage erzeugt Energie Wasser Bern in der Energiezentrale Forsthaus Fernwärme für die Stadt Bern. Im Sommer geht die Abwärme aber zum Teil ungenutzt verloren. Deshalb plant Energie Wasser Bern einen Geospeicher. Er soll die in den Sommermonaten ungenutzte Wärme in 200 bis 500 Meter tiefen Sandsteinschichten speichern. Als Energieträger dient heisses Wasser, das die Gesteine im Untergrund aufwärmt. In den Wintermonaten lässt sich die eingespeicherte Wärme wieder entziehen und ins Fernwärmenetz abgeben.

    Für das Pilotprojekt geht Energie Wasser Bern etappenweise vor und klärt die Machbarkeit sorgfältig ab. Wird der Geospeicher realisiert, ist es der erste dieser Grösse in der Schweiz.

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  • Heizen und Kühlen mit dem Bielersee

    Energie Service Biel

    Heizen und Kühlen mit dem Bielersee

    Der Energie Service Biel entwickelt ein Projekt, um das Seewasser zum Heizen und Kühlen im Quartier Bahnhof Süd nutzbar zu machen. Dabei wird das Wasser aus dem Bielersee in ein Pumpwerk geleitet und von dort in die Heizzentrale gepumpt. Dort wird es über Wärmepumpen genutzt, bevor es in die Zihl zurückfliesst. Wasserqualität, Flora und Fauna im Bielersee werden dabei nicht beeinträchtigt, und der Wasserkreislauf ist geschlossen. So lässt sich eine grosse Menge CO2-freie Wärme erzeugen und eine lokal verfügbare Ressource nutzen. Die Gebäudebesitzerinnen und -besitzer entscheiden selbst, ob sie sich dieser ökologisch sinnvollen Wärme- und Kälteversorgung anschliessen.

  • Aargauer Zukunftsareal mit Vorbildfunktion

    Eniwa

    Aargauer Zukunftsareal mit Vorbildfunktion

    Auf dem Areal «Im Erlifeld» in Unterentfelden hat Eniwa ein innovatives Energiekonzept umgesetzt. Die Bewohner der 90 Wohnungen profitieren von umweltfreundlichem Solarstrom, Ladestationen für Elektrofahrzeuge, E-Carsharing, ultraschnellem Surfen sowie einer transparenten Abrechnung.

    Der Strom aus der Fotovoltaikanlage auf den Dächern kann dank einem grossen Batteriespeicher und einem Lastmanagement zu mindestens 80 Prozent vor Ort genutzt werden: Wärmepumpen, Batteriespeicher und Ladevorgänge der Elektrofahrzeuge werden optimal auf die Bedürfnisse des Areals und die Netzsituation im Quartier abgestimmt – und das vollkommen automatisch. Wird der Speicher an sonnigen Tagen vollständig aufgeladen, kann er das Areal bis zu 16 Stunden lang mit Strom versorgen.

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  • Zinslose Energieeffizienz-Darlehen für Lausanner Betriebe

    Services industriels de Lausanne

    Zinslose Energieeffizienz-Darlehen für Lausanner Betriebe

    Viele Unternehmen möchten ihre Energieeffizienz verbessern, aber gerade KMU-Betrieben fehlt oft die Liquidität, um neue, energieeffiziente Geräte anzuschaffen, Heizung und Kühlung zu ersetzen oder andere Investitionen zu tätigen. Die Services industriels de Lausanne bieten hier Hand: Als Teil des Förderprogramms équiwatt unterstützen sie Unternehmen mit zinslosen Darlehen für Energieeffizienzmassnahmen. Dank der Investitionen sinken die Energiekosten, und das Unternehmen kann mit dem gesparten Geld den Kredit zurückzahlen. Danach profitiert es von einer höheren Rentabilität dank der tieferen Energierechnung. Zudem gewähren die Services industriels de Lausanne auch Subventionen von 25% der Kosten für energetische Sanierungen.

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  • Heizen und Kühlen mit Wasser aus dem Genfersee

    SIG

    Heizen und Kühlen mit Wasser aus dem Genfersee

    Die Services Industriels de Genève SIG bauen mit GeniLac das grösste ökologische Wärme- und Kältenetz in Genf. Die 30 Kilometer lange Infrastruktur nutzt Wasser aus dem Genfersee und erneuerbaren Strom. GeniLac bietet eine umweltfreundliche Alternative zu Klimaanlagen sowie Öl- und Erdgasheizungen und hilft so, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren: Gegenüber fossilen Energieträgern sinken die CO2-Emissionen dank GeniLac um 80 Prozent. Langfristig wird GeniLac den CO2-Ausstoss im Kanton Genf um 70’000 Tonnen pro Jahr. Dies entspricht den jährlichen Emissionen von 7’000 Genferinnen und Genfern. In Zusammenarbeit mit dem Kanton investiert SIG rund 800 Millionen Franken in diese Infrastruktur, die einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leistet.

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  • Schnellladeinfrastruktur für Badens neue Elektrobusse

    Regionalwerke Baden

    Schnellladeinfrastruktur für Badens neue Elektrobusse

    Statt mit Diesel sollen die Busse in Baden und Wettingen künftig elektrisch fahren. Die Linie 5 mit vier Bussen wird als erste bis März 2021 umgerüstet. Damit der Fahrplan wie bisher eingehalten werden kann, müssen die Busse ihre Batterien in wenigen Minuten aufladen können. Die Regionalwerke AG Baden schafft dafür die Voraussetzungen: Zusammen mit den Regionalen Verkehrsbetrieben Baden-Wettingen (RVBW) und ABB installiert sie an beiden Endhaltestellen je eine Schnelladestation. Weil die regelmässigen Ladevorgänge mit einer Leistung von 300 kW eine relevante Belastung für das Netz sind, wird die Trafostation in Ennetbaden mit einem zusätzlichen Transformator verstärkt. Die neuartige Antriebstechnologie optimiert den Energieverbrauch der Busse und wird von ABB in Baden produziert.

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  • Erneuerbare Wärme und Kälte für neuen Stadtteil

    Stadtwerk Winterthur

    Erneuerbare Wärme und Kälte für neuen Stadtteil

    Rund um den S-Bahnhof Stettbach entsteht bis 2021 der neue Stadtteil «Stettbach Mitte» mit 300 Wohnungen sowie Retail-, Büro- und Dienstleistungsflächen. Stadtwerk Winterthur realisiert die Wärme- und Kälteversorgung der Gebäudekomplexe und betreibt diese während 30 Jahren im Contracting. Das Energiekonzept setzt auf oberflächennahe Geothermie und ein Wärmepumpensystem, das im Winter das Heizen und im Sommer das Kühlen übernimmt. Hierfür werden 64 Erdsonden bis zu 250 Meter tief in den Boden eingelassen. Die Wärme- und Kälteversorgung dieser Überbauung ist preislich interessant und gleichzeitig sehr klimafreundlich. Für Heizung und Warmwasser würde eine Ölheizung jährlich etwa 175 000 Liter Heizöl benötigen, was rund 465 Tonnen CO2-Emissionen verursachen würde.

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  • Plan Lumière setzt Zofingen effizient in Szene

    StWZ Energie AG

    Plan Lumière setzt Zofingen effizient in Szene

    Zofingen hat eine der am besten erhaltenen Altstädte in der Schweiz. Eine einheitliche und energieeffiziente Beleuchtung soll den historischen Stadtkern künftig nachts in Szene setzen. Gemeinsam mit der Stadtverwaltung und einem Lichtplaner hat die StWZ Energie AG einen «Plan Lumière» erarbeitet und wird diesen in den kommenden Jahren umsetzen. Dazu ersetzt sie die unterschiedlichen Leuchten in der Altstadt nach und nach durch dimm- und steuerbare LED-Leuchten. Diese reduzieren die Lichtverschmutzung und senken den Energieverbrauch der Altstadtbeleuchtung um rund zwei Drittel. Die Zugänge zur Altstadt werden besser ausgeleuchtet und weisen künftig den Weg ins Zentrum von Zofingen.

Unsere Innovationsfelder

Innovationen spielen eine wichtige Rolle auf dem Weg in ein erneuerbares und CO2-neutrales Energiesystem. Vier Innovationsfelder sind für die Stadtwerke zentral.

Digitalisierung

Digitalisierung

Neue Technologien und Daten bieten Chancen. Die Stadtwerke suchen Wege, diese sinnvoll zu nutzen. Gleichzeitig wappnen sie sich gegen Cyberkriminalität.

Sektorkopplung

Sektorkopplung

In Zukunft müssen wir die Sektoren Strom, Gas und Wärme sowie Mobilität noch stärker miteinander verbinden. Nur so können wir eine effiziente und stabile erneuerbare Energieversorgung schaffen.

Kunde im Fokus

Kunde im Fokus

Die individuellen Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden rücken mit der geplanten Marktliberalisierung noch stärker in den Fokus. Die Stadtwerke entwickeln für sie zeitgemässe Produkte und Dienstleistungen und beraten sie kompetent.

Erneuerbare Mobilität

Erneuerbare Mobilität

Mobilität beruht in der Schweiz heute zu 95 Prozent auf fossilen Energien – das muss sich ändern. Die Stadtwerke tragen dazu bei, indem sie erneuerbare Treibstoffe liefern, die Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität ausbauen und in die Stromnetze investieren.

Im Fokus

Herausforderung Wärmeversorgung

Als Querverbundunternehmen versorgen die Swisspower-Stadtwerke ihre Kundinnen und Kunden nicht nur mit Strom, sondern auch mit Gas und Fernwärme. Der Umbau in Richtung erneuerbare Versorgung ist je nach Energiesektor unterschiedlich weit fortgeschritten.

Energielieferung und Anteil Erneuerbare

  • Swisspower-Stadtwerke
  • Schweiz
Swisspower-Stadtwerke Schweiz

Die Swisspower-Stadtwerke unternehmen deshalb grosse Anstrengungen, um die Wärmeversorgung nachhaltiger zu machen:

  • Sie bauen und erweitern Fernwärmenetze und betreiben diese zunehmend mit erneuerbaren Energien wie Umwelt- und Abwärme oder Holz.
  • Sie konzipieren Gesamtenergielösungen für neue Areale und versorgen diese mit erneuerbarer Wärme.
  • Sie beschaffen vermehrt Biogas, bauen eigene Biogasanlagen und erhöhen den Biogasanteil in ihren Gasprodukten.Viele Stadtwerke liefern in ihrem Standard-Gasprodukt bereits bis zu 30 Prozent Biogas. In der Wärmeversorgung für Privatkunden ist der Anteil erneuerbare Energie deshalb meist deutlich höher als im Gesamt-Gasabsatz inklusive Grosskunden und Industrie.
  • Sie beraten Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer beim Heizungsersatz.
  • Sie investieren in unterschiedliche Speicherlösungen, unter anderem Power-to-Gas.

Denn klar ist: Für eine vollständig erneuerbare Wärmeversorgung brauchen wir alle verfügbaren Technologien und Energieträger.

Vielen Dank

Hinter Kennzahlen und Projekten stehen immer Menschen: Täglich engagieren sich in den Swisspower-Stadtwerken viele Mitarbeitende im Sinne des Masterplans 2050. Gemeinsam kommen wir unserem Ziel Schritt für Schritt näher: eine vollständig erneuerbare und CO2-neutrale Energieversorgung bis spätestens 2050.